Leben und Malen / Arne Stahl

Aquarell: Elba, Capoliveri 2014
Elba, Capoliveri 2014, Aquarell

Malerei:

Seit ich denken kann ist für mich der Umgang mit Papier und Farben ein
sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Schon als kleiner Junge versuchte ich meine eigene Bildsprache zu finden, um meine Weltsicht ausdrücken zu können. Ich beschäftigte mich durch die Malerei mit der Welt und wollte sie so verstehen. Die Anziehungskraft der

Frühe Jahre
frühe Jahre

Schönheit und der Versuch ihr nachzutun ist sicher ein sehr wichtiger Antrieb im künstlerischen und gestalterischen Schaffen des Menschen. Die Kraft der Ästhetik erzieht den Menschen. Niemals wäre es einem ästhetisch erzogenenem Menschen möglich monströse Dinge wie in unserer modernen Technik zu erschaffen. Darum ist die Ästhetik niemals „alt“ oder überholt und unnütz.

Ich studierte 1984 -1989 Kunsterziehung an der Universität Erlangen-Nürnberg, bei Prof. Haas und Wendelin Kusche. Obwohl ich nie ins Lehramt wollte, hatten sie mich als Maler der „alten Schule“ mit ihrem umfangreichen Wissen in Kunst, Handwerk und Philosophie so in ihren Bann gezogen, dass ich das Studium dort wählte. Ich lernte hier, dass Malen in erster Linie Sehen lernen  heißt und dass es darauf ankommt diese Seherfahrungen dann in Bilder umzusetzen; auf der einen Seite sind diese Bilder sehr persönlich, nicht nur die reine Wiedergabe der Realität, aber auf der anderen Seite  sollen sie für mich auch eine wertschaffende Komponente haben, also Objektivität und Allgemeingültigkeit.

Heute bin ich seit über zwei Jahrzehnten als Maler freischaffend tätig und trotze den widrigen Zeiten und dem Mainstream.

Für mich ist es sehr wichtig mich im Figürlichen messen zu können, Extrakte zu schaffen und nicht nur im Subjektiven verhangen zu bleiben. Ich wünsche mir diesem persönlichen Ziel immer näher zu kommen und auch damit auch den Betrachter daran teilhaben zu lassen. Nicht der Anspruch von Naturalismus, sondern Natur, gespiegelt durch mein Erleben, wie im platonischen Höhlengleichnis immer auf der Suche nach der nächsten Stufe der Erkenntnis sind seit inzwischen Jahrzehnten mein Leitmotiv. Besonders in meinen Stillleben und Landschaften können Sie sich ein Bild meiner persönlichen Suche machen:

Meine Inspiration suche ich mir in der Natur und gerne auf Reisen in Europa. Die Maremma (südliche Toskana, Etrurien)  ist mir dabei eine zweite Heimat geworden und leite hier meine Toskana Malkurse.

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Dr. Peter Laub, Salzburg:

„Arne Stahl ist ein naturalistischer Maler, was soviel heißt, als dass er nicht nach der Natur sondern diese selbst malt. Das Dasein der Natur ist ihm selbstverständlich, deshalb muß er sich nicht mehr darum bemühen, ihr Abbild zu schaffen. Nicht mit den Augen des Reisenden, des Gastes sieht Arne Stahl die ihn umgebende Landschaft, er sieht sie mit dem Seelenblick des Eingebundenen, des auf immer Verbundenen, dem das Wilde und das Milde dieser Natur geläufig wurde mit den Jahren. Eine Landschaft ist nur das, was man in ihr sieht. In diesem Wissen malt Stahl durch die geologischen und menschengeschaffenen Formationen hindurch sein inneres Bild von der schweigenden Natur.

Also haben die Bilder Arne Stahls kein Rufen, kein Geräusch, weder brauchen sie einen Betrachter noch einen Kommentar. Still leuchten sie aus ihren sparsamen Rahmen. Wer es sehen und wissen möchte, kann in ihnen den schönen Gesetzen der klassischen Komposition nachspüren, das jahrhundertealte Werden der europäischen Stilllebenmalerei in ihnen nachvollziehen. Aber im Kern dieser Bilder, dort, wohin der verstand nicht mehr zu blicken vermag, ist die Stille, das Licht, die Ruhe, das Schweigen.

Kleine Gegenüber sind es, die Arne Stahl malt, seien es Landschaften, Städtebilder oder Stillleben. Mit höchster Bedachtheit sind Ausschnitte gewählt, durch die man ins Lichtermeer sieht. Dort ist keine Bewegung, in sich selbst ruht die Natur, nichts wartet, wiewohl dort alles lebt. In unendlicher Bescheidenheit geben sich die Farben ins Licht preis, nicht mehr wollen sie sein als schweigende Bestandteile einer Natur, die sich in Arne Stahls Bildern nicht benennen, nur empfinden lässt.“

 

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  1. Reinhard Schuster sagt:

    Wir waren schon dabei,und es war ein wunderschöner Malurlaub angefangen von der Unterkunft :sehr stielvoll,gemütlich,ruhig,komfortabel. Essen:Landesküche vom Feinsten die Mama kocht einfach SUPER ( habe leider die Rezepte vergessen) Roberta hat für alles ein offenes Ohr immer freundlich und gut gelaunt.Malkurs:sehr abwechslungsreiche wunderschöne Motive mitten in der Landschaft oder in kleinen verträumten Dörfern. Arne hatte für jeden viel Einfühlungsvermögen und aufbauende gute Worte, Vorschläge und Ideen.Die Bildbesprechungen nach dem Essen, bei einem Espresso waren immer sehr informativ und lustig.Auf jeden Fall muss man auch die Ausflüge mitmachen und natürlich viel Öl,Wein und Käse mit nach Hause nehmen.Großes Lob an alle die zum Gelingen unsere Urlaubs beigetragen haben Urteil: SEHR EMPFEHLENSWERT finden Die Schusters

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